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Ein Lunburg-Handwerksmeister im weißen Kittel prüft und bürstet eine Opus-Aktentasche in Deep Mahogany beim jährlichen Atelier-Pflegeservice: professionelle Betreuung als Ergänzung der Fünfzig-Jahre-Garantie.

Leitfaden: So pflegen Sie Perpetual Leather

Perpetual Leather ist dafür geschaffen, mit dem Alter besser zu werden, statt zu verschleißen.

Seine Pflege ergibt sich unmittelbar aus seiner Herstellung. Deshalb beginnen wir mit dem Material. Sobald Sie es verstehen, ergibt auch seine Pflege Sinn.

Teil eins: die Eigenschaften von Perpetual Leather

Nichts liegt zwischen Ihnen und dem Leder

Das meiste Leder auf dem Markt ist pigmentiert. Eine deckende Farbschicht wird auf die Oberfläche aufgetragen und verdeckt das echte Leder vollständig. Ihr Blick trifft nie auf die Haut selbst.

Sobald das Leder verdeckt ist, lässt sich das Material selbst nicht mehr beurteilen. Es bleibt nichts zu sehen oder zu würdigen. Die Folgen reichen auch in die Pflege hinein:

  • Jeder Reiniger und jedes Pflegemittel, das Sie auftragen, erreicht nur die obere Pigmentschicht.
  • Nichts davon gelangt zum Leder darunter.
  • Wird diese Schicht zerkratzt oder durchgescheuert, lässt sie sich nur schwer reparieren. Ein aufgetragener Farbfilm kann nicht wiederaufgebaut werden.

Perpetual Leather ist das Gegenteil. Es ist Anilinleder: mit einem transparenten Farbstoff gefärbt, der die Haut vollständig durchdringt, niemals mit einer Farbe, die auf der Oberfläche liegt. Was Sie berühren und sehen, ist der echte Narben des Leders, glatt gepresst und mit natürlichen Wachsen bearbeitet. Der Narben ist die Oberfläche. Nichts versiegelt ihn und nichts verdeckt ihn.

Lunburg Memoir-Notizbuchhülle in Heritage Amber auf gealtertem Holz, mit einem Füllfederhalter in der Lederschlaufe. Natürliche Patina und zunehmende Geschmeidigkeit des pflanzlich gegerbten Perpetual Leather mit eingeschlagenen Kanten zeigen die Lebensspuren, die die Fünfzig-Jahre-Garantie würdigt.

Es ist pflanzlich gegerbt und wird deshalb mit den Jahren schöner

Perpetual Leather ist pflanzlich gegerbt. Über etwa vierzig Tage durchdringen natürliche pflanzliche Gerbstoffe langsam die gesamte Haut und bewahren den Charakter eines lebendigen, organischen Materials.

Deshalb wird es mit dem Alter besser. Bei guter Pflege:

  • die Farbe wird tiefer,
  • die Oberfläche bekommt einen sanften Glanz,
  • und das Leder passt sich der Art an, wie Sie es halten und tragen.

In zehn Jahren wirkt es reicher und persönlicher als am ersten Tag. Die Spuren seines Lebens werden Teil seiner Schönheit.

Das meiste moderne Leder wird mit Mineralsalzen in etwa einem Tag chromgegerbt. Das geht schneller und ergibt ein gleichmäßigeres Material, das sich entsprechend verhält. Am ersten Tag ist es am schönsten. Danach kann es nur verblassen, Kratzer bekommen und austrocknen. Es gewinnt nie an Tiefe und wird nie schöner. Die Zeit nimmt ihm nur etwas.

Was das Leder braucht, um über Generationen schön zu bleiben

Weil die Oberfläche offen und unversiegelt ist, lebt das Leder von den natürlichen Ölen und Wachsen, die während der Gerbung tief in seine Fasern eingearbeitet werden. Sie befinden sich im Material, zwischen den Fasern, und halten jede einzelne geschmeidig und genährt.

Dadurch kann sich das Leder biegen, statt zu brechen, und fest bleiben, statt auszutrocknen. Werden diese natürlichen Öle und Wachse regelmäßig ergänzt, trocknen die Fasern nicht aus und brechen nicht.

Es ist ein lebendiges Material, das Nahrung braucht, keine fertige Oberfläche, die sich einfach abnutzt.

Wie heilt es sich selbst?

Es gibt keine harte Versiegelung. Deshalb ist eine Schramme, ein Kratzer oder eine Delle keine Beschädigung einer Beschichtung. Eine einmal zerkratzte Beschichtung bleibt zerkratzt. Hier sind lediglich Fasern verschoben und natürliche Oberflächenwachse an einer kleinen Stelle gestört.

Sanftes Reiben verteilt die natürlichen Wachse wieder über die Stelle und bringt die verschobenen Fasern zurück in ihre Lage. Die Oberfläche schließt sich über sich selbst und die Spur verschwindet. Das Leder repariert sich selbst. Sie helfen ihm lediglich dabei.

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Teil zwei: die Pflege

Bei der Pflege von Perpetual Leather kommt es auf drei Dinge an.

1. Reinigen

Verwenden Sie ein weiches Tuch, das nur äußerst leicht angefeuchtet ist. Machen Sie das Leder niemals nass und reinigen Sie es nicht mit Wasser.

Verwenden Sie weder Sattelseife noch eines der gängigen, online angebotenen Lederreinigungsprodukte. Wir haben sie alle getestet. Die chemischen Inhaltsstoffe jedes dieser Produkte entziehen Perpetual Leather seine natürlichen Wachse und bauen sie ab. Sie dürfen niemals verwendet werden.

2. Nähren

Führen Sie den Fasern natürliche Öle und Wachse wieder zu – mit dem einen Produkt, das nach unserer Erfahrung wirklich mit diesem Leder arbeitet: Renapur-Wachs.

Wir haben es nicht leichtfertig gewählt. Wir haben jedes Lederpflegeprodukt auf dem Markt getestet und unmittelbar mit der Tempesti-Gerberei zusammengearbeitet, um den Gerbprozess und den tatsächlichen Bedarf dieses Leders zu verstehen. Nach dieser Arbeit lieferte Renapur die besten Ergebnisse. Es besteht aus natürlichen Inhaltsstoffen und:

  • pflegt, ohne das Leder nachzudunkeln,
  • erneuert die natürliche Wachsschicht,
  • verleiht einen sanften Seidenglanz
  • und stellt die natürliche Wasserbeständigkeit des Leders wieder her.

3. Schürfspuren und Kratzer ausgleichen

Reiben Sie die Stelle sanft mit Renapur und dem mitgelieferten Schwamm. Arbeiten Sie das natürliche Wachs und die Fasern wieder an ihren Platz, bis sich die Spur glättet und verschwindet.

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